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Sultaninen

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
die Türkischen Exporteure laufen auf neue Rekordabsatzzahlen für ihre Sultanas zu. Die Preise befinden sich immer noch auf einem 10 Jahrestief und sind so attraktiv wie schon sehr lange nicht mehr. Selbst im Vergleich zum Iran oder Usbekistan ist man heuer konkurrenzlos günstig in der Türkei. Die Rohstoffpreise haben sich in den letzten Wochen konsequent und Nachfragebedingt in Türkisch Lira nach oben entwickelt. Sie sind seit dem Eröffnungspreisen im September 2016 um ca. 15 % in Türkisch Lira fester gegangen.
 
Die Türkische Lira hat in den vergangenen 4 Wochen um fast 10 % an Wert gegenüber dem USD eingebüßt. Im Jahresvergleich sind es sogar 15 %. Der EURO hat gegenüber dem USD um ca. 6 % an Wert in den vergangenen 4 Wochen eingebüßt. Insofern spüren wir zwar in EURO eine leichte Befestigung der Preise in den letzten 4 Wochen mit ca. EURO 80,00 bis 100,00 p.mt. Dank der schwachen Türkischen Lira ist diese Verteuerung jedoch noch nicht so massiv zu spüren.
 
Die Türkische Zentralbank versucht den freien Fall der heimischen Währung über Zinserhöhungen abzufangen. Das Treibt die Inflation an und verteuert die Zwischenfinanzierung des Rohstoffes für die Exporteure. Daneben versucht die Türkische Regierung über staatliche Ankaufprogramme die Preise beim Bauern zu stützen.
 
Resümee
Die Rohstoffpreise sind Nachfragebedingt deutlich angezogen. Die Bauern wollen ihre Rohware zu den immer noch sehr niedrigen Preisen, die sich auf einem 10 Jahrestief befinden, nicht verkaufen. Die Exporteure verfügen nicht über genug Barmittel, um ausreichend Rohware zu günstigen Preisen zu kaufen. Eine Zwischenfinanzierung über Banken ist schwierig und teuer.
 
Dieses festere Szenario wird nur durch die extreme Schwäche der Türkischen Lira gegenüber dem USD teilweise kompensiert. Das wird jedoch Zusehens durch die schwache Performance des EURO zum USD konterkariert. Viele Währungsexperten sehen den EURO bald bei der Parität zum USD. Es gibt also viel Phantasie nach oben!
 
Mit freundlichen Grüßen
Best Regards
 
Sascha Hönig