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Marktbericht – market report No.5-2017

2017-01-25 | Die Preise für Sonnenblumenkerne passen sich im Ursprung Bulgarien und Rumänien Zusehens der tatsächlichen Rohstoffsituation in diesen Ländern an. Dieser Prozess wurde schon länger erwarten und trat bis vor kurzem nicht ein, weil der Zwischenhandel ( Import ) über niedrig eingepreiste Rohstoffpositionen verfügte und der Verdrängungswettbewerb sehr hoch war. Der Ursprung leckt sich nunmehr die Wunden und muss höhere Preise nehmen, um die finanziellen Ausfälle mit Neugeschäft zu kompensieren. Diese Ausfälle werden durch die aktuellen Logistikprobleme, verbunden mit stark gestiegenen Frachtraten, nur noch verschlimmert. Die Zweite Hand, hier im Besonderen der Fachgroßhandel ( Bäckereien etc. ), kann diese gestiegenen Wiederbeschaffungspreise jedoch nur bedingt in seine Endabgabepreise einrechnen, da einige Bulgarische Ablader am Anfang der Saison, ungeachtet jeglicher Konkurrenzsituation des Fachgroßhandels (BÄKO, Back Europ, verschiedene und konkurrierende Vormischungshersteller etc.), versucht haben, an jeden, der mit Sonnenblumenkernen handelt, zu verkaufen. Meist zu gleichlautenden Preisen, die man sich nun immer noch “um die Ohren Haut“! Auch war bei einigen der Appetit so groß, dass man sich Mengenmäßig verschätzt hat und nun unter Abgabedruck steht, um seine Verträge im Ursprung zu erfüllen.
 
Für den Bulgarische Produzenten gilt heute Schadensminimierung! Je niedriger und unstrukturierter er am Anfang der Saison verkauft hat, umso höher muss er jetzt Nachverkaufen um den Entstandenen und weiter entstehenden Finanziellen Schaden für sein Unternehmen zu minimieren. Auch wird er über seine Vertriebsstrategie nachdenken müssen. Wir hören aus dem Ursprung mittlerweile Preise um EURO 800,00 p.mt DDP je nach Destination und Land. Wir hatten ihnen, als unseren Stammkunden, vor kurzem eine Sonder-Offerte unterbreitet, die sich unter diesem Niveau befand. Wir gehen davon aus, dass unser Ablader diese Möglichkeit der Abdeckung nur für begrenzte Mengen auf dem offerierten Niveau bestätigen wird können und sich sehr bald zurück zieht. Insofern raten wir ihnen, ihre Position und Bedarfsmengen bis September 2017 zu überprüfen und im Bedarfsfall baldigst abzudecken.

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Prices for sunflower seeds in Bulgaria and Rumania are adjusting more and more to the genuine situation of raw materials in these countries. This development has been expected for quite some time, but occurred only just now. Intermediaries (import) had low-priced raw materials and the displacement effect was extremely high. Now the initiators are licking their wounds and have to accept high prices in order to compensate for losses in new business. These losses were worsened by logistic problems, combined with an extreme increase in freight costs. Especially specialist wholesalers (bakeries etc.) have only limited possibilities to pass on the increase in replacement costs to their retail prices. At the beginning of the season some Bulgarian shippers tried selling to everyone dealing in sunflower seeds, and despite the competition amongst specialist wholesalers ( BÄKO, Back Europ, various competing pre-mix producers). Mainly at identical prices, still beating each other up! Some had such a huge appetite that they got the quantities wrong. Leading to downward pressure in order to fullfil original contracts.
 
Damage minimization must be the goal for Bulgarian producers! The lower and unstructured the shipper sold, the higher he must buy in to minimize the financial damage to the company. They also need to reconsider their sales strategy. From the origin we get information about prices around EURO 800,00 p.mt DDP depending on destination and country.
As our key customer recently you received a special offer below this level. We assume the offer at that level will only be valid for a short period of time before shippers retreat. Therefore we would kindly suggest to check your demand until September 2017 and to cover your positions accordingly.

Marktbericht – market report No.6-2017

2017-01-25 | Die relativ hohen Preise für Österreichische Knabberkerne der Sorte: Gleisdorfer Ölkürbis aus den vergangene Saisonen haben über die letzten Jahre zu einer stetigen Ausweitung der Anbauflächen in Österreich und in den benachbarten Osteuropäischen Ländern geführt. In 2016 nun haben wir einen vorläufigen Höhepunkt der Anbauflächen und der in Europa geernteten Menge zu verzeichnen. Das hat sich auf die Preise ausgewirkt. Die ursprünglich anvisierten Zielpreise der Bauern sind um ca. EURO 1,00 p. kg und somit deutlich unterschritten. Für die verarbeitenden Betrieben, z.Bsp. Snack Hersteller und Bäckereien, ergeben sich hier große Chancen, ein bei Verbrauchern sehr hoch geschätzten Rohstoff, in ihren Produkten zu verarbeiten. Die preisliche Barriere, die viele backende betrieb bisher davon abgehalten hat, auf diesen Rohstoff zu setzen, ist nicht mehr vorhanden.
 
Wir sehen daher sehr gute Chancen, hier gemeinsam mit unserem Produzenten etwas mit ihnen aufzubauen. Sehr gerne hören wir bei Interesse von Ihnen.

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Due to last season's high prices for Austrian seeds/nibblings ”Gleisdorfer Ölkürbis” we see a continues increase of growing areas in Austria and the neighbouring East European countries. 2016 saw a temporary peak in growing areas and the corresponding record harvest in Europe. This had a direct effect on prices. The earning of the farmer are below the target prices with about EURO 1,00 p.kg. Now processing factories e.g. snack producers and bakeries have the chance to offer this highly-valued raw material to their customers. Price barriers, stopping bakeries using this raw materials in the past, do no longer exist.
Together with our producer we see an interesting opportunity doing business with your organization in the future. We look forward to hearing from you.

Marktbericht – market report No.4-2017

2017-01-17 | Die Preise für Sultaninen gehen in der Türkei deutlich fester. Seit den Eröffnungspreisen aus September 2016 um ca. 35 % in Türkische Lira gerechnet bis heute. Die Lira hat jedoch gegenüber dem USD seit Juni 2016 ca. 20 % an Wert verloren. Insofern haben wir eine effektive Verteuerung in der Türkei von ca. 15 % in der laufenden Ernte. Dies ist Ausdruck der sehr starken Nachfrage im Ursprung.

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Prices in Turkey continuously going firmer. Since farmers started the new crop campaign last September prices went up with 35 % in Turkish Lira. The currency Turkish Lira has lost in value against the USD with 20 % from June 2016 until today. Consequently the product increase is about 15 % in USD prices. This is a result of the very strong demand.

Marktbericht – market report No.3-2017

2017-01-12 | Der Wertverfall bei der türkischen Landeswährung scheint nicht zu stoppen. Allein am Montag stürzte die Lira erneut um über zwei Prozent auf ein neues Rekordtief ab. Aktueller Auslöser waren Schwächesignale von der türkischen Industrie. Längerfristig sind es aber vor allem Terror und staatliche Willkür, die Anleger ihr Geld aus der Türkei abziehen lassen. Dollar und Euro markierten mit 3,7284 und 3,9225 Lira jeweils den dritten Handelstag in Folge ein Rekordhoch. Die türkische Wirtschaft leidet unter eine steigenden Inflation, die heute bei ca. 9 % liegt. Es wird daher immer mehr darauf spekuliert, dass die türkische Zentralbank die Leitzinsen anheben könnte, um den Wertverfall der heimischen Lira zu stoppen. 
Bei unserem Rohstoff Sultaninen gehen wir von einer Rekordernte von ca. 350.000 mt in der Ernte 2016 aus. Die Weinberge sind also ziemlich gestresst und die Risiken, nach einer “Rekordernte“ in 2017 eine eher normale Ernte um 250.000 mt zu bekommen, sind berechtigt! Die Preise waren im Herbst 2016 von vormals TYL 6,00 p.kg für Ernte 2015 auf TYL 2,60 p.kg gefallen. So niedrig Ware der Rohstoff seit Jahren nicht eingepreist. Die Türkischen Exporteure haben in den vergangenen Monaten so viel Ware verkaufen können, wie in kaum einer anderen Saison. Die Nachfrage nach Rohware ist in der Türkei sehr groß und die Exporteure sind “short“. Die Bauern sind mit Blick auf die Risiken in der kommenden Ernte nicht bereit, ihre Rohwarenbestände weiterhin zu “dumping“ Preisen anzubieten. Die Preise sind daher in Türkisch Lira deutlich angestiegen und liegen aktuell bei TYL 4,00 p.kg mit steigender Tendenz.
 
Resümee
Die Ereignisse aus dem Sommer prägen den Finanzplatz bis heute. Einerseits dadurch, dass der Leitindex ISE 100 der wichtigsten türkischen Aktientitel seitdem gut 8 Prozent an Wert verloren hat. Die Landeswährung Lira ist sogar noch stärker gefallen, um 13 Prozent gegenüber dem Euro und um 17 Prozent gegenüber dem Dollar. Das hat mit einer weitverbreiteten Unsicherheit der Anleger über die Entwicklung von Wirtschaft, Politik und Rechtsprechung zu tun. Daneben dürften die Bauern bis Mai 2017 nur verhalten ihre Rohware anbieten, um sich ihrer Ernte und den eventuellen Frostrisiken sicher zu sein. Bis dahin haben die Preise weiterhin Luft nach oben.
 
Aus unserer Sicht sind die Sultaninen in der Türkei weiterhin sehr fair eingepreist. Die Währungsentwicklung hat die wesentliche Preisbefestigung des Rohstoffs für uns kompensiert. Das dürfte nicht immer so weitergehen. Wir raten ihnen daher zu einer längerfristigen Abdeckung für 2017.

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The fall in value of the Turkish currency seems to be unstoppable. Only on Monday this week the Turkish lira plummeted by 2 percent to an all-time low. Currently triggered by signs of weakness of the Turkish industry. In the long-term, terror and state despotism are the reasons for investors withdrawing their money from Turkey. Dollar and euro at 3,7284 and 3,9225 Lira showed a record high for 3 consecutive trading days. The Turkish economy suffer from an increase in inflation, currently at about 9 percent. One speculates that the Turkish central bank will increase the base rates in order to stop the fall of value of the local currency.  
 
For our raw material sultanas we expect a record harvest of about 350.000 mt for 2016. Therefore vineyards are „stressed“ and there are plausible reasons to expect a rather average harvest of 250.000 mt in 2017 after the record harvest in 2016! In autumn 2016 prices dropped from TYL 6,00 p.kg for the 2015 harvest to TYL 2,60 p.kg.  We have not seen such a low pricing for many years. In the past months Turkish exporters sold more goods than in any other season. The demand for raw material from Turkey is extremly high and exporters are “short“. Being aware of the possible risks for the upcoming harvest, farmers are not prepared to offer their supplies at dumping prices. In local currency prices picked up significantly and show an increasing trend, currently at TYL 4,00 p.kg.
 
Summery
The financial center is still under the influence of the events of last summer. Since then the leading index ISE 100, representing the most important shares in Turkey, lost 8 percent of its value. The Turkish lira dropped even more, 13 percent against the euro and 17 percent against the dollar. Investors are nervous due to developments in economy, politics and jurisdiction. Until May 2017 farmers will be cautious offering raw material due to possible risks. This will leave room for further price increases.
 
In our opinion Turkish sultanas are fairly priced. The development of the Turkish currency has compensated for stronger prices. This will not always be the case. Our recommendation is to cover your 2017 demands long-term.

Marktbericht – market report No.2-2017

2017-01-11 | Die sehr kalten Temperaturen haben Bulgarien und die Transitländer bis nach Westeuropa weiterhin im Griff. In Bulgarien schneit es in Verbindung mit eiskalten Winden. Die Räumfahrzeuge bekommen die Hauptstraßen und Autobahnen nicht freigeräumt. Die Hafenbecken in den Hafenstädten Burgas und Varna sind zugefroren. Es kommt kein Seeschiff rein und/oder raus. Die Belieferung des Hinterlandes mit Container etc. funktioniert nicht mehr. Die Hauptschlagadern/ Autobahn in Richtung Westen sind gesperrt. Unser Hauptablader wartet teilweise bis zu 3 Tage auf einen avisierten LKW. Er produziert immer mehr in den Lagerbestand, da er kaum LKW findet, die entsprechend Richtung Westeuropa fahren. Der Export nach Übersee ist zum Erliegen gekommen. Wir gehen von einer Normalisierung der Situation in ca. 1 Woche aus. Bis dahin dürfte es weiterhin zu Verzögerungen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis!

The very cold temperatures in Eastern Europe still have a very strong impact to all logistic issues in the supply chain. In Bulgaria we still have – 20° Celsius and very strong and cold wind. The port cities Varna and Burgas are iced and no vessel can enter or leave the port. The main East – West roads are closed for trucking. No container can be delivered these days. Consequently our shipper is running out of boxes and is now processing into his stock. We expecting that situation will relax in one week time. In between we still have some delays. Thank you for your understanding!