2018-03-01 | Wir haben gestern vom Hamburger Warenverein erfahren, dass das EU “Standing Committee“ am 16.02. und 27.02.2018 zum Thema Iprodion getagt hat. Es gab keine Einigung zur Länge der Übergangsfristen und beim neuen Höchstwert (MRL).

Die Begründung hierfür ist, dass die EU festgestellt hat, dass bei einigen Produkten der ARfD-Wert deutlich überschritten wird, will heißen, die tägliche Aufnahmemenge von Iprodion wird in verschiedenen Produkten in Relation zum Grenzwert überschritten. Dieser Sachverhalt wurde uns von einem namhaften Deutschen Labor für Sultanas der Ursprünge Süd-Afrika, Türkei, Chile, USA und Australien mit Überschreitungen von 120 – 180% kürzlich bestätigt!

Die EU-Kommission hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beauftragt, diesen Sachverhalt nunmehr zu prüfen.

Anmerkung: Die Berechnung der Ausschöpfung des ARfD-Wertes (acute refernece dose) ist etwas komplizierter und hängt einerseits vom Probengewicht, andererseits von der Aufnahmemenge pro Tag ab, zudem auch noch von Variabilitätsfaktoren, die sich produktweise unterscheiden. Es wird dabei immer auf ein Kind mit dem Gewicht von 16,15kg berechnet. Die Menge an Trauben, die ein Kind pro Tag verzehrt, wird mit 211.5 g angegeben, was statistisch belegt ist. Der Variabilitätsfaktor von Trauben ist 5 aufgrund der ungleichen Verteilung der Wirkstoffe auf den Trauben: außen mehr als innen, unten mehr als oben. Bei anderen Früchten sieht das anders aus (Tomate 7, Himbeeren 1, Salat 5, Kopfsalat 3 usw.). Multipliziert ergibt der gefundene Gehalt mit dem Variabilitätsfaktor und der Verzehrmenge und Einheitenumrechnung 0.5711 mg, was dann bezogen auf die o.a. 1.615 mg wiederum die 35% ergeben.

Resümee: Die Überschreitung der ARfD-Werte ist bei heutigen Sultanas aus konventionellen Anbau für alle wichtigen Ursprünge erheblich.
Für alle Backwarenhersteller, die den LEH beliefern, folgt hieraus, dass sie sich bereits heute um Sultaninen bemühen müssen, die den zukünftigen Grenzwert von 0,01 mg/kg für Iprodion einhalten. Wir bieten hier eine Problemlösung mit unserer Specialty Brokers IPM (Integriertes Pestizid Monitoring)-Ware an und können garantieren, das unsere Bauern für unseren Ablader im Rahmen des IPM-Anbauprojektes kein Iprodion einsetzen und unser Produzent dies lückenlos durch den kontrollierten Anbau über das Specialty Brokers Integriertes Pestizid Monitoring (IPM) kontrolliert. Alternativ können sie auch auf Bio-Ware umstellen!

Bei Interesse wenden sie sich bitte direkt an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.! Weitere Informationen haben wir für sie unter dem Link http://www.specialtybrokers.de/ipm.html auf unserer Homepage zusammengestellt.

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2018-03-01 |  –

almondtree2018-02-27 | Wir haben heute die Information erhalten, dass in allen wichtigen US Anbaugebieten Bakersfield, Fresno, Modesto, Sacramento und Chico die heftigsten Fröste seit 1995 die Mandelblüte in Teilen beschädigt haben soll. Auf dem Bild ist zu sehen, dass sich die Blüten braun verfärbt haben. Erste Schätzungen gehen von einer 5 – 15 % Schädigung aus. Die meisten Mandelexporteure haben sich mit sofortiger Wirkung vom Markt zurückgezogen.

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2018-02-27 |  – Today we have received information that in all major US growing areas, Bakersfield, Fresno, Modesto, Sacramento and Chico, the most severe frosts since 1995 are said to have partially damaged the almond blossom. In the picture you can see that the flowers have turned brown. Initial estimates assume a 5 - 15% damage. Most almond exporters have withdrawn from the market with immediate effect.

2018-02-22| Das EU Verbot des Fungizids Iprodion durch die zuständige EU Kommission beherrscht immer mehr die Diskussion im Sultaninenhandel und wirft viele Fragezeichen auf! Im Besonderen der Lebensmitteleinzelhandel hat sich bereits klar positioniert. Er wird spätestens ab kommenden Sommer von allen Lieferanten fordern, dass der MRL (Minimum Residue Limit) oder auch Grenzwert von 0,01 mg/kg eingehalten wird. Aktuell liegt dieser immerhin bei 20 mg für die Tafeltraube und somit noch bei 4,00 mg/kg für die getrocknete Weinbeere.

Hintergrund dieser klaren Vorgehensweise des LEH's ist die Tatsache, dass die EFSA eine Risikobeurteilung für Iprodion korrigiert hat und der ARfD-Wert (Acute Reference Dose)* auf nur 0,06 mg/kg festgelegt wurde. Bei Chlorpyrifos liegt dieser bei 0,1 mg/kg. Daraus folgt, dass der tägliche Verzehr stark beschränkt werden soll und die aktuell erlaubten Tagesdosen viel zu hoch sind.

Resümee: Für alle Backwarenhersteller, die den LEH beliefern, folgt hieraus, dass sie sich bereits heute um Sultaninen bemühen müssen, die den zukünftigen Grenzwert von 0,01 mg/kg für Iprodion einhalten. Wir bieten hier eine Problemlösung mit unserer Specialty Brokers IPM (Integriertes Pestizid Monitoring)-Ware an und können garantieren, das in Rahmen des IPM-Anbauprojektes kein Iprodion zum Einsatz kommt.

* Die Berechnungen zur Ausschöpfung der ARfD werden im Regelfall mit Verzehrsdaten für Kinder unter Berücksichtigung ihres Körpergewichtes vorgenommen, weil hier das Verhältnis von Nahrungsaufnahme zum Körpergewicht am ungünstigsten ist. Diese Berechnungsbasis ist sinnvoll, denn Kinder haben einen nicht voll entwickelten und wesentlich empfindlicheren Organismus als Erwachsene und gelten deshalb als erheblich anfälliger für Schadstoffeffekte. Sie stellen insofern eine bevorzugte Betrachtungsgruppe bei toxikologischen Abschätzungen dar.

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2018-02-22 |  –

2018-02-26| Im österreichischen Branchenmagazin Backszene erschien kürzlich ein Bericht über die Markteinführung der Specialty Brokers IPM-Sultanas durch unseren Partner BÄKO Österreich.

Wir würden uns freuen, wenn unsere Sultaninen aus kontrolliertem Anbau mit max. 4 Pestiziden Ihr Interesse finden würde. Im Besonderen vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um das Pestizid Iprodion. Der Verkauf von Iprodion in der EU ist bekanntlich für den kommenden März verboten worden und wir können Ihnen garantieren, dass Iprodion in unseren Specialty Brokers-IPM Sultanas nicht eingesetzt wird und somit nicht vorkommt!

Daneben wurde in den Medien bereits durch das Magazin Ökotest negativ über Iprodion im Zusammenhang mit Feldsalat berichtet.

Greenpeace veröffentlicht regelmäßig eine Schwarze Liste der gefährlichsten Pestizide. Die Studie identifiziert 17 Spritzmittel, die deutsche Verbraucher besonders häufig durch Lebensmittel aufnehmen. Darunter weiterhin Iprodion auf Kopfsalat und wie wir heute wissen, auch in getrockneten Weinberen (Sultanas) und Tafeltrauben! Trotz seiner vermutlich krebserregenden Wirkung wurde Iprodion bis heute in den wichtigsten Anbauländern (Süd-Afrika, Australien, Türkei, USA etc.) eingesetzt respektive erst im Januar 2018 verbannt! Im Vergleich zur 2008 von Greenpeace publizierten Schwarzen Liste hat sich die Zahl der gefährlichen Pestizide von 327 auf 451 erhöht.

Resümee: Wir raten Ihnen dringend, bei Sultaninen auf Iprodionfreie Ware umzustellen. Der Lebensmitteleinzelhandel fordert nicht von ungefähr ab Sommer 2018 einen totalen Verzicht auf Iprodion-kontaminierter Ware. Daneben möchte kein Produzent oder Händler eine negative Presse, wie zuletzt bei Kopfsalaten in dem Verbraucher-Magazin Öko-Test geschehen oder womöglich bei Greenpeace auffallen (Stichwort GMO in Leinsaat)!

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2018-02-26 |  –

2018-02-14| Die EU Kommission hat per Verordnung / Gesetz dem Pestizid Iprodion die Zulassung in der Landwirtschaftlichen Produktion mit Wirkung zum 31.10.2018 entzogen. Die EU Mitgliedsstaaten sollen die Zulassung als Wirkstoff in allen Pestiziden bereits zum 5.03.2018 widerrufen und eine Aufbrauchfrist bis zum 5.06.18 umsetzen. Ende Februar wird eine weitere Verordnung betreffend der Höchstgehalte in den Agrarprodukten verabschiedet. Der Hamburger Warenverein geht davon aus, dass Iprodion, ähnlich wie bei Chlorpyrifos von vor zwei Jahren, auf den Grenzwert 0,01 mg/kg abgesenkt wird. Diese Bestimmung dürfte in Deutschland und Österreich erneut ohne Übergangsfristen zu Ende 2018 in Kraft treten. Die heutige Regelung besagt, dass in Tafeltrauben max. 20 mg/kg zulässig sind. Da sich bereits bei Chlorpyrifos die Lebensmittelüberwachung und die Lebensmittellabore auf den Verarbeitungsfaktor 5 für getrocknete Weinbeeren verständigt haben, liegt der heutige Grenzwert für Sultanas bei 4,00 mg/kg.

Iprodion ist ein Fungizid und wird seit 1974 in der Landwirtschaft zur Saatgutbeizung, also gegen Pilz-Schädlingsbefall (Insekten, Vögel) eingesetzt. Es ist krebserregend. Es wird durch die EFSA als genotoxisch, kanzerogen und als Grundwasserkontaminante eingestuft!

In Sultaninen und Rosinen wird Iprodion bis heute eingesetzt. Die Ernte 2017 von konventionellen Sultanas aus dem Ursprungsland Türkei dürften die neuen Grenzwerte von 0,01 mg/kg nicht einhalten. Das gleiche gilt für die Süd-Afrikanische Ernte 2018, die aktuell getrocknet wird. Für die Ursprungsländer Iran, Australien und USA haben wir noch keine Informationen.

Wir haben gestern gehört, dass der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) analog zu dem Chlorpyrifos-Fall von vor 2 Jahren, die neuen Grenzwerte bereits für aktuelle Lieferrungen umgesetzt wissen will. Dies dürfte mit konventioneller Ware aus den hier genannten Hauptanbauländern Türkei / Süd-Afrika nicht möglich sein.

Wir möchten in diesem Zusammenhang erneut unser Anbauprojekt IPM (Integriertes Pestizid Monitoring) vorstellen. Unser Türkischer Hauptablader Özgür hat gemeinsam mit uns 2013 begonnen, ein für die Türkei völlig neu-/einzigartiges Anbauprojekt umzusetzen. Hier finden Sie nähere Informationen dazu.
Wir können für unsere IPM-Ware der Ernte 2017 garantieren, dass Iprodion nicht eingesetzt wurde. Wir garantieren die maximale Pestizidanzahl von 4. Es werden ausschließlich Cyprodinil, Indoxacarb, Spirotetramat und Pyrimethanil verwendet.

Resümee: Iprodion ist der nächste Fall, in dem die EU die Zulassung von alteingeführten Pestiziden in Frage stellt, ohne die produkt- und branchenspezifischen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Aufgrund der 12-monatigen Mindesthaltbarkeit dürften erneut viele Saisongebäcke die EU-Fristen reißen! Insofern sind wir mit unserem IPM-Projekt auf dem richtigen Weg, da wir pro-aktiv die Anzahl der Pestizide begrenzen und kontrollieren!

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2018-02-14 |  –